Abgrenzung

Aktuell werden verschiedene Vorgehensweisen zur Brillenglasbestimmung diskutiert.

Die IVBS verweist diesbezüglich auf die „Richtlinien zur Anwendung der MKH“. Demnach soll

  • die Bestimmung von Sphäre, Zylinder und Achse nicht durch akkommodative Vergenz beeinflusst werden, was nur bei Okklusion des Gegenauges garantiert ist.
  • die Bestimmung von Sphäre, Zylinder und Achse jeweils für zentrale Fixation des Einzelauges erfolgen, was ebenfalls Okklusion des Gegenauges erfordert.
  • der binokulare refraktive Abgleich erst nach erfolgter prismatischer Korrektion und somit garantierter bizentraler Bildlage erfolgen.

Auch enthalten die Publikationen von H.-J. Haase keine Anweisungen, in bestimmten Fällen auf die  - in der Primärstellung ermittelte - prismatische Vollkorrektion zu verzichten und stattdessen dasjenige Prisma zu verordnen, das sich bei provozierten Blickauslenkungen ergibt. Daher ist es nicht sinnvoll, derart modifizierte Vorgehensweisen als MKH zu bezeichnen.

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