IVBS-Jahreskongress 2019

 

Der 32. Jahreskongress der IVBS fand am 18. und 19. Mai 2019 im Holiday Inn Hotel in Stuttgart statt. Tagungsort und Location boten einen sehr angenehmen Rahmen für dieses fachlich intersssante Wochenende und auch das Wetter spielte gut mit!

Am Samstag konnten die Teilnhemer aus 5 aktuellen und praxisrelevanten Seminarangeboten auswählen. Am Sonntag standen 9 Vorträge zu drei Themenkomplexen, jeweils mit anschließender Diskussionsrunde auf dem Programm. In den Pausen und bei der Abendveranstaltung ergaben sich wie immer viele interessante Gespräche unter Kollegen, aus denen man wertvolle Anregungen mit nach Hause nehmen konnte.

Wie immer konnte man mit dem Besuch des IVBS-Jahreskongresses auch Fortbildungspunkte erwerben.

  • Der ZVA vergibt 2 ZVA-Weiterbildungspunkte für die Teilnahme am Samstag und 4 ZVA-Weiterbildungspunkte für den Sonntag.
  • Der SBAO vergibt 2 Credits für die Teilnahme am Samstag und 4 Credits für den Sonntag.

Nachfolgend und auch in diesem Kongress-Flyer finden Sie das Programm des IVBS-Jahreskongresses 2019. Das Programm steiß auf großes Interesse der Besucher und erhielt ein äußerst poitives Feedback. 

Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Dann wird der IVBS-Jahreskongress am 9. und 10. Mai 2020 in Mainz stattfinden. 

Programm

Ein Klick auf das Referentenfoto zeigt Ihnen Infos zur Person!

Samstag,18. Mai 2019
09:00 – 12:00 IVBS-Vorstandssitzung
12:00 - 13:00 Mittagsimbiss für alle Seminarteilnehmer
13:00 - 16:30
Seminare
S 1 Matthias Dahl
"MKH - einfacher als gedacht!"


(Teilnahme für Studierende kostenlos)

Der Seminarinhalt richtet sich an all diejenigen, die sich nicht so recht an die „Sache“ herantrauen.
Matthias Dahl möchte als „Mann aus der Praxis“ im ersten Block (90 Min.) die theoretischen Zusammenhänge der Refraktion anhand unserer „MKH-Richtlinien“ erläutern. Der Blick soll auf das Wesentliche gelenkt und geschärft werden.
Im 2. Block soll anhand einer praktischen Refraktion die Umsetzung gezeigt werden, wie sie Tag täglich in seiner Firma angewendet wird.
Mit nützlichen und hilfreichen Tipps, Hintergründen und Stolperfallen soll ein Einblick „hinter die Kulissen“ der Richtlinien gegeben werden.
Es wird vor allem auf die praxisnahe Durchführung eingegangen, für die die Firma Dahl mit 50 Jahren Erfahrung steht.
S 2 Beate Göpel
"Praxistipps zur Umsetzung prismatischer Korrektionen"


Erweiterte Fassung des Kongressvortrags 2018

Am Ende der Brillenglasbestimmung ist ein prismatischer Wert ermittelt - und nun?
Auf der Grundlage von über 25 Jahren Erfahrung mit prismatischen Brillenkorrektionen im Alltag des eigenen Augenoptikbetriebes werden Praktikern viele konkrete Tipps vermittelt und Fehlerquellen aufgezeigt. Auch sollen Besonderheiten bei schwierigen Korrektionen erkannt und analysiert werden, wie z.B. bei Fällen mit alternierendem Sehen und bei Amblyopie. Überlegungen zu prismatischen Korrektionen bei Gleitsichtgläsern und bei der Nutzung von Videozentriersystemen werden erörtert.
Die Teilnehmer bekommen einen Überblick, welche Details für eine geeignete Korrektion bei prismatischen Verordnungen zu bedenken sind, um eine letztlich hilfreiche Versorgung zu realisieren. Zudem wird ein Bewusstsein für die Seh- und Wahrnehmungsprobleme von visuell gestressten Menschen vermittelt.
So kann im Anschluss dieses Seminars jeder Seminarteilnehmer seine eigenen Arbeitsabläufe kontrollieren und bei Bedarf verändern, um so durch mehr Wissen und Bewusstsein erfolgreich Menschen mit gezielt prismatischen Korrektionen Sehkomfort und bessere Lebensqualität zu ermöglichen.
S 3 Michael Hornig
"MKH für Neu- und Wiedereinsteiger


Die mittels MKH bestimmten prismatischen Korrektionen gelten als gut verträglich und hilfreich. Mit den Arbeitsregeln der IVBS steht dem Anwender ein hilfreiches Regelwerk zur Verfügung, das die wichtigsten Eckpfeiler der Korrektionsbestimmung bespricht. Anamnese, Funktionsprüfungen, die monokulare Refraktion oder auch die Umsetzung der Korrektion in die Brille sind dabei ebenso von Bedeutung, wie die sinnvolle Anwendung der unterschiedlichen Testbilder, bzw. das Einhalten der richtigen Messbedingungen.
In dem Seminar werden die grundlegenden Korrektionsregeln der MKH, ihr Gedankenmodell, sowie die zur praktischen Umsetzung wichtigsten Rahmenbedingungen besprochen. Dabei wird die praktische Anwendung im Mittelpunkt stehen.
S 4Prof. Ralph Krüger
"Dekompensation von Heterophorien: Ursachen, Formen und Auswirkungen"


Heterophorien sind – vereinfacht ausgedrückt – Ruhestellungsfehler des Vergenzsystems, die mittels der äußeren Augenmuskeln kompensiert werden. Dies gelingt allerdings nicht in jedem Fall. In diesem Seminar wird erläutert,
• aus welchem Grund eine Dekompensation früher oder später zu erwarten ist,
• welche Grade der Dekompensation bestehen können
• wie sich diese verschiedenen Grade auf das Sehen bzw. auf das subjektive Befinden des Betroffenen auswirken und
• welche Maßnahmen je nach vorliegendem Dekompensationsgrad in Frage kommen.
Es wird deutlich werden, dass erst die fachgerechte Analyse der bestehenden Situation eine sinnvolle Beratung bzw. Versorgung ermöglicht. Dabei wird auch auf pathologische Ursachen eingegangen.
S 5 Volkhard Schroth, B.Sc.
Stephan Woudboer
"Messen der FD und Bestimmen von prismatischen Korrektionen ohne prismatische Messgläser"


Teilnahme kostenlos, Seminar gesponsert von Fa. HOYA

Üblicherweise wird eine Bestimmung der prismatischen Korrektion mittels Vorschalten von Messgläsern in einer Frage-Antwort-Situation vorgenommen. Dieses langjährig bewährte Vorgehen enthält jedoch eine Reihe von Fehlerquellen und ist mehr oder weniger zeitaufwändig.
Am Institut für Optometrie in CH-Olten wurde in mehrjähriger Forschungsarbeit ein FD-Messverfahren entwickelt und wissenschaftlich abgesichert, dass speziell für weniger erfahrene Untersuchende konzipiert ist [1]. Das neue Verfahren dauert weniger als 10 Minuten und wurde von Hoya unter dem Namen „EyeGenius“ auf den Markt gebracht. Es verwendet ein völlig neues Konzept, das in der Binokularkorrektion bisher noch nicht zum Einsatz kam: Die direkte Umrechnung der gemessenen Fixationsdisparität in Prismenwerte.
Anders als bei der MKH sollen mit EyeGenius vor allem „einfache“ Fälle versorgt werden, deren Prismenwerte bei maximal 5.0 pdpt liegen. Unzuverlässige Messungen oder Spezialfälle mit unterschiedlich hohen Prismenwerten Fern/ Nah werden vom System erkannt. Insbesondere kann das neue Verfahren zum Einsatz kommen, wenn ansonsten die Verständigung mit den Kunden schwierig ist: so zum Beispiel auch bei Kindern.
Im Workshop werden die Grundlagen der Neuentwicklung und deren Weiterentwicklung aufgezeigt und praktische Messungen an Teilnehmenden demonstriert. Details zur idealen Verwendung des Gerätes und Feedback aus dem Markt wird zudem von einem Vertreter der Firma Hoya Lens Deutschland GmbH präsentiert.

[1] Schroth V, Joos R, Jaschinski W (2015) Effects of Prism Eyeglasses on Objective and Subjective Fixation Disparity. PLoS ONE 10(10): e0138871. doi:10.1371/journal.pone.0138871
17:00 - 19:00 Generalversammlung (exklusiv für Mitglieder der IVBS)

IVBS-Mitglieder: Nach Ihrem Login (oben rechts) können Sie die Tagesordnung der Generalversammlung einsehen.
19:30 Abendveranstaltung
Sonntag,19. Mai 2019
09:00 - 16:15
Vorträge
09:00 - 09:10Grußwort des PräsidentenGeorg Stollenwerk, M.Sc.
09:10 - 11:00
Vortragsblock IModeration: Georg Stollenwerk, M.Sc.
09:10 – 09:40 Dr. Andreas Berke
"Verzögerte Reaktionen durch unkorrigierte Ametropien"


Sehen ist ein aktiver Prozess des Gehirns, in dem aus einer Lichtverteilung auf der Netzhaut ein Bild der Außenwelt rekonstruiert wird, wobei der Schnelligkeit der Verarbeitung der Vorzug gegenüber der Präzision der rekonstruierten Bilder eingeräumt wird. Einzelne Aspekte eines Objekts wie beispielsweise Form, Größe, Farbe, Bewegung oder Bedeutung, die in unterschiedlichen Arealen der Großhirnrinde verarbeitet werden, müssen in einem bisher wenig verstandenen Prozess zu einem einzigen wahrgenommenen Objekt zusammengefügt werden („Bindungsproblem“). Die Verarbeitungskapazitäten des Gehirns für visuelle Reize kann durch Alterungsvorgänge des Gehirns, aber auch optische Faktoren signifikant beeinträchtigt werden. Fehlende oder unzureichende Korrektionen von Fehlsichtigkeiten, aber auch Störungen des Binokularsehens haben eine „Zweckentfremdung“ von Verarbeitungskapazitäten des Gehirns zur Folge, da das Gehirn einen Teil seines Leistungsvermögens der Kompensation dieser visuellen Störungen umwidmen muss. Eine Verzögerung der visuellen Wahrnehmung aufgrund der visuellen Belastung des Gehirns lässt sich leicht an einer verlängerten Reaktionszeit auf visuelle Reize nachweisen. Insbesondere im Straßenverkehr kommt der Verzögerung der zeitlichen Verarbeitung visueller Reize eine große Bedeutung zu, da sie angemessene Reaktionen auf veränderte Situation und damit die Verkehrssicherheit einschränkt.
09:40 – 10:10 Dr. Gregor Esser
"Gleitsichtgläser mit unterschiedlichen Prismen für Ferne und Nähe?"


Progressive Brillengläser mit unterschiedlichen sphärischen und zylindrischen Wirkungen in Ferne und Nähe, um z.B. die Listing’sche Regel für die Nähe oder den Einstellastigmatismus zu berücksichtigen, wurden 2011 von Rodenstock eingeführt.
Nun hat die amerikanische Firma Neurolens im letzten Jahr progressive Brillengläser mit unterschiedlichen horizontalen prismatischen Wirkungen in Ferne und Nähe eingeführt, um insbesondere die Beschwerden bei Konvergenzinsuffizienz zu reduzieren oder zu korrigieren.
Da jedoch die Änderung der prismatischen Wirkung unmittelbar mit dem Brechwert zusammenhängt, wie es schon für sphärische Brillengläser mit der „Prentice Regel“ beschrieben wird, sollen in diesem Vortrag die Zusammenhänge und Limitierungen bei progressiven Brillengläser hergeleitet und dargestellt werden.
10:10 – 10:40 Prof. Dr. Stephan Reiß
"Wie sinnvoll ist eigentlich der Formelfall?"


Bei der Bestimmung der prismatischen Korrektion kann der ausführende Augenoptiker/Optometrist hinsichtlich der Zentrierung der Messbrille unterschiedliche Strategien verfolgen. Hier sind die Pupillenmitten-Zentrierung (PMZ), der Formelfall und der Sonderfall zu unterscheiden.
Während beim PMZ-Fall die Pupillenmitten-Zentrierung über den Zeitraum der gesamten Korrektionswertbestimmung unverändert bleibt, wird beim Formel- und beim Sonderfall aufgrund des eingesetzten Messprismas von der Pupillenmitten-Zentrierung abgewichen. Alle drei Zentrierstrategien besitzen Vor- und Nachteile. Diese zeigen sich nicht nur während des Messvorganges, sondern auch bei der Umsetzung der Verordnung in die Korrektionsbrille. Um hier mögliche Fehler zu vermeiden, sollen in diesem Vortrag die Vor- und Nachteile, speziell des Formelfalls aufzeigt werden und ein praxisbezogener Vorschlag zur sach- und fachgerechten Anfertigung von prismatischen Korrektionsbrillen geliefert werden.
10:40 – 11:00 Diskussionsrunde zu den vorangegangenen drei Vorträgen
11:00 – 11:30 Industrieausstellung/Kaffeepause
11:30 - 13:20
Vortragsblock IIModeration: Prof. Ralph Krüger
11:30 – 12:00 Birgit Wahl, MMSc.
"Inkomitanzmessungen – Methoden und Möglichkeiten"


Die Messung der Blickrichtungsabhängigkeit von Schielwinkeln (Inkomitanz) ist zur Differentialdiagnose von Motilitätsstörungen unabdingbar. Eine Diagnosesicherung durch Inkomitanzmessung ist oft der erste Schritt zur Abklärung einer unter Umständen lebensbedrohlichen Ursache für infranukleäre Augenmuskelparesen. Hierfür stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, die im Vortrag vorgestellt und jeweils mit ihren Vor- und Nachteilen dargelegt werden. Insbesondere soll die graphische Darstellung in der Hess-Chart sowie die numerische Darstellung von Befunden an der Tangentenskala nach Harms verständlich gemacht werden.
12:00 – 12:30 Jörg Tischer
"Unwohlsein bei der 3D-Refraktion - was steckt dahinter?"


Gelegentlich klagen Kunden während der 3D-Refraktion über ein Unwohlsein. Hat diese vorübergehende, leichte Störung des körperlichen Wohlbefindens ihre Ursache in der monokularen Refraktion unter binokularen Bedingungen oder beim 3D-Hintergrund? Tischer wird mit vielen Bildern und Beispielen zeigen, woran dieses Unwohlsein liegen könnte. Natürlich stellt sich die Frage, ob es eine Lösung für dieses Auffälligkeiten gibt.
12:30 – 13:00 Dr. med. Fritz Gorzny
"Wie "gefährlich" sind eigentlich Augenmuskeloperationen auf der Basis einer MKH-Indikation?"


Prismenbrillen nach der Mess- und Korrektionsmethodik nach H.-J. Haase (MKH) gelten vor allem bei Indikationen wie LRS/Legasthenie, AD(H)S (angeblich reine Teilleistungsstörungen des Gehirns), aber auch bei Kopfschmerzen und Haltungsschäden als medizinisch wirkungslos und sinnlos und für den betroffenen Patienten eher schädlich, da vor allem Prismenbestimmungen am Valenztest zu immer stärkeren Prismenwerten und zwangsläufig zu einer unnötigen und gefährlichen Augenmuskeloperation führten.
Diese Meinung vertritt der überwiegende Teil der Augenärzteschaft und auch der wissenschaftlichen Strabologie, sodass betroffenen Patienten strikt von diesem therapeutischen Vorgehen abgeraten wird.
Allerdings werden keine augenärztlichen Alternativen angeboten, die die Probleme der Patienten wirklich beheben.
Da ich seit nahezu 50 Jahren strabologisch und seit 25 Jahren zusätzlich mit der MKH arbeite, habe ich die gravierenden Unterschiede der Methoden und den therapeutischen Nutzen der MKH bei vielen tausend Patienten beobachten können.
Obwohl nur bei etwa 1% der nach MKH behandelten Patienten die Prismenstärke Dimensionen annehmen, die eine Operation sinnvoll erscheinen lässt und somit die Fallzahl vernachlässigbar ist, wird weiterhin vor Operationen gewarnt.
Es soll im Vortrag an einer zweijährigen Studie und langjährigen Einzelbeobachtungen gezeigt werden, wie und warum es zu solch hohen Prismenwerten überhaupt kam, die operiert wurden, welche Probleme die Betroffenen zu diesem Eingriff ermutigten, welche Auswirkung diese Operationen hatten und ob Komplikationen auftraten, die als gefährlich eingestuft werden müssen wie z.B. Verlust oder Verschlechterung der Sehschärfe, Doppelbilder oder gar Verlust eines Auges und wie oft nach- oder rückoperiert werden musste.
Auch wird darauf eingegangen wie die Patienten über die Risiken einer Augenmuskeloperation aufgeklärt werden und wie der präoperative Prismenaufbau funktioniert, der zur möglichst optimalen Operationsindikation führt.
13:00 – 13:20 Diskussionsrunde zu den vorangegangenen drei Vorträgen
13:20 – 14:10 Industrieausstellung/Mittagsimbiss
14:10 - 16:00
Vortragsblock IIIModeration: Jürgen Eichinger
14:10 – 14:40 Thomas Nagel
"Wie praxistauglich sind die neuen elektronischen Nahprüfgeräte für die MKH?"


Die Nahprüfung wird leider doch bei vielen Augenoptikern etwas 'stiefmütterlich' behandelt. In vielen Geschäften ist gar kein Nahprüfgerät vorhanden und es wird ausschließlich die Addition für die Nähe bestimmt. Dabei gibt es doch vieles, was unserer Aufmerksamkeit nicht entgehen sollte.
Manche Kunden benötigen In der Nähe einen anderen Zylinder als in der Ferne. Andere Kunden haben ein Akkommodationsungleichgewicht wodurch die Einstellpunkte der beiden Augen nicht mehr in einer Ebene liegen. Und dann gibt es die Kunden, die in der Nähe andere Prismen benötigen, als in der Ferne.
All diese Messungen lassen sich nur mit Hilfe einer Bildtrennung für das rechte und linke Auge durchführen – also ist ein Nahprüfgerät zwingend erforderlich!
In diesem Vortrag möchte ich kurz auf die Notwendigkeit der Nahprüfung eingehen und anschließend zeigen, welche technischen Möglichkeiten derzeit auf dem Markt verfügbar sind.
14:40 – 15:10
Beate Göpel und Volkhard Schroth
"Der besondere Praxisfall"


In diesem Jahr werden zwei fachlich interessante "besondere Praxisfälle" präsentiert die zeigen, wie wichtig die Fortsetzung der MKH in der Nähe ist.
15:10 – 15:40 Michael Hornig
"Korrektion statt Okklusion"


Optimales Binokularsehen erfordert die gleichwertige Verarbeitung der Seheindrücke beider Augen. In der frühkindlichen Entwicklung des Sehens kann es verschiedene Gründe geben, die die gleichwertige Verarbeitung der Seheindrücke beider Augen negativ beeinflussen. Nicht selten reagiert das visuelle System auf diese Störungen mit Sehschwäche / Amblyopie, die man später versucht, durch Okklusion zu beseitigen. Bekannt ist die Suppressionsamblyopie, die Unterdrückung des Seheindrucks eines Auges, zur Vermeidung von Doppelbildern. Die Deprivationsamblyopie unterdrückt einen minderwertigen Seheindruck, wie er z.B. bei einer Anisometropie entstehen kann. Einige der möglichen Ursachen für Amblyopie lassen sich durch eine augenoptische Korrektion beseitigen, sofern diese früh genug erfolgt.
Das Vorsorgesystem in Deutschland lässt es in vielen Fällen nicht zu, dass diese Störungen ausreichend früh erkannt werden. Augenoptiker verfügen über die notwendigen fachlichen Voraussetzungen. Der Vortrag soll dazu anregen, sich um die Früherkennung zu bemühen und Kinder in ihrer visuellen Entwicklung zu fördern.
15:40 – 16:00 Diskussionsrunde zu den vorangegangenen drei Vorträgen
16:00 Schlusswort